CSU besucht den viertgrößten Truppenübungsplatz Europas

Der CSU-Ortsverband Vorra hat gemeinsam mit den Ortsverbänden Velden und Hartenstein eine Halbtagesfahrt zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr durchgeführt. Begleitet wurde die Fahrt durch einen sachkundigen Mitarbeiter des Bundesforstamts Grafenwöhr, der während der über 4 stündigen Fahrt einen faszinierenden und durch manche Kuriositäten geprägten Eindruck vom militärischen Leben und der Arbeit auf den Truppenübungsplatz gab.

Nach der offiziellen Begrüßung durch den Ortsvorsitzenden Bernd Müller erfolgte die Einfahrt über das Südlager Vilseck. Der anfängliche Eindruck, als käme man in eine kleine amerikanische Stadt mit Wohnhäusern für die Familien, Einkaufsmöglichkeiten, Werkstätten, Schulen und Freizeitanlagen verflog sehr schnell, als der Bus durch das Ostlager Grafenwöhr fuhr, welches mit dem erhaltenen und noch intakten Wasserturm und dem Forsthaus, sowie den vielen alten Fachwerkgebäuden, an eine kleine fränkische Ortschaft erinnert. Der Architekt Wilhelm Kemmler, welcher maßgeblich am Bau des Truppenübungsplatzes beteiligt war, stammte aus Franken.

Ein Stück weiter im Inneren wird es schon militärischer. Hier stehen die Gebäude der Kommandanturen, hier finden sich Stellplätze für die Militärfahrzeuge und Panzer, Trainingsbereiche, Schießstände, Panzerwaschanlagen oder auch ein Sprungturm für die Fallschirmjäger.

Die Rundfahrt ging zwischen den beiden Lagern auch quer durchs Gelände, größtenteils entlang der der rund 100 km langen Panzer-Ringstraße. Als Zwischenstationen wurden der Ursprung einer Quelle, aus der das Wasser in kleinen Strudeln aus dem Boden kommt und einen kristallklaren See bildet, der Friedhof Haag,  die Kirchenruine Hopfenohe und ein Übungsdorf für Häuserkampf besichtigt. Beeindruckend für die rund 50 Teilnehmer war der Aussichtspunkt beim Bleidorn-Turm, von wo aus man einen weiten Blick in das Zielgebiet die sogenannte „Impact Area“ hatte, in der während des Aufenthaltes eine riesige Herde Hirsche weidete. Zum Abschluß ging es auch mitten durch das Beschussgebiet, an Schießanlagen vorbei wieder zurück nach Deutschland.

Insgesamt konnten fast drei Viertel des Geländes abgefahren werden, obwohl die Zeit am Platz fast zu kurz war und es noch viel Interessantes zu besichtigen gegeben hätte. Aufgrund der großen Nachfrage wird es im Herbst eine zweite Fahrt geben.